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Kanzlei Prof. Schweizer - Datenbank "Neueste Meldungen"
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im Zeitraum:2004-02
Treffer 1 - 48 von 48
1.   
Sonntag, 29. Februar 2004

Dankes- und Zukunftsformel im Arbeitszeugnis: Arbeitsgericht folgt nicht dem Bundesarbeitsgericht.

Wir danken ... für seine Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft viel Erfolg und alles Gute.” Muss der Arbeitgeber diese Dankes- und Zukunftsformel in das qualifizierte Arbeitszeugnis nach § 630 des Bürgerlichen Gesetzbuches aufnehmen? Nach § 630 Satz 2 BGB ist bekanntlich „das Zeugnis auf Verlangen des Arbeitnehmers auf die Leistungen und die Führung im Dienst zu erstrecken”.
Das BAG hat die Frage in einem Urteil vom 20. Februar 2001, 9 AZR 44/00, klar und ausführlich begründet verneint. Das Urteil spricht sich auch dagegen aus, dass der Arbeitgeber in den Schlußsätzen das „Ausscheiden bedauern” muss.
Ganz anders hat jetzt das Arbeitsgericht Berlin diese Frage beantwortet. Az.: 88 Ca 604/03. Es meint, die Formel müsse in das Zeugnis aufgenommen werden, weil sonst ein positiver Gesamteindruck entwertet und damit das berufliche Fortkommen des Arbeitnehmers gefährdet werde. Nur wenn triftige Gründe gegen eine solche Formel sprächen, soll der Arbeitgeber von der Regel abweichen dürfen.
Anmerkung für Nichtjuristen: Die Arbeits- und die Landesarbeitsgerichte sind nicht verpflichtet, Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts (die früher zu einem anderen Rechtsstreit, wenn auch zur gleichen Rechtsfrage erlassen worden sind) zu übernehmen. Parteien, die Abweichungen nicht akzeptieren wollen, müssen Rechtsmittel einlegen. In der Regel halten sich die Gerichte jedoch an die höchstrichterlichen Entscheidungen.
Anmerkung für Rechtssoziologen: Zum Inhalt von Zeugnissen hat sich die Rechtsprechung insgesamt außergewöhnlich negativ entwickelt. Vor allem die Arbeitsgerichte erzwingen oft objektiv wahrheitswidrige Zeugnisse. Zu beklagen sind nicht nur einzelne Vergleiche oder Entscheidungen. Das Gefüge stimmt nicht mehr. Arbeitgeber können sich deshalb auf Zeugnisse selbst dann nicht mehr verlassen, wenn sie gerichtlich überprüft worden sind.

2.   
Sonntag, 29. Februar 2004

Warnung vor 0900-9-Nummern.

Hinter Web-Seiten mit Hilfen für Schüler werden oft Dialer-Programme versteckt; - berichtet der FOCUS in seiner Ausgabe von morgen, 10/2004. Gewarnt wird vor allem vor den Seiten von „hausaufgaben.de”, „schulstadt.de”, „referate.ag” sowie „blitze.de”, „erdbeben.de” und „naturkatastrophen.de”.

3.   
Samstag, 28. Februar 2004

Wer schlampig vorträgt, erhält keine Prozesskostenhilfe.

Es ist immer das Gleiche: Antragsteller täuschen sich selbst, wenn sie meinen, es würde ausreichen, so ein bisschen was Schönes zu schreiben. Bei Anträgen auf Prozesskostenhilfe wird nach unseren Erfahrungen besonders häufig so vorgetragen, dass es der Antragsteller gleich lassen könnte, einen Antrag zu stellen. Wenn Sie hier unsere Leitsätze zu einem Urteil des Amtsgerichts Leipzig nachlesen, wissen Sie gleich konkret, was gemeint ist.

4.   
Samstag, 28. Februar 2004

Selbst Internet-Nutzer bevorzugen die Presse als Informationsquelle für Anlage-Entscheidungen.

Zur Absicherung von Anlageentscheidungen informieren sich Internet-Nutzer:
- 37,9 % in der Presse (z.B. in Wirtschafts- und Börsenzeitschriften)
- 36,2 % bei Beratern einer Bank oder Sparkasse
- 25,6 % bei Bekannten, Freunden und Verwandten
- 24,5 % im Fernsehen
- 21,9 % bei unabhängigen Finanz- und Vermögensberatern
- 21,0 % auf Web Sites mit Informationen zum Thema Finanzen, Börse, Aktien.
Mehrfachnennungen waren möglich. Berichtet wird über diese Studie von Fittkau & Maas Consulting im neuen Context (04/04), Vertraulicher Informationsdienst zu Fragen der Kommunikation in Wirtschaft und Gesellschaft.

5.   
Freitag, 27. Februar 2004

Trick mit 0190-Nummern auf Briefkopf dieses Mal misslungen. Vorsicht, schauen Sie sich Einladungen genauer an.

Er war den ganzen Tag am überlegen, wie komm ick bloss an ander lüt ihr Jeld. Das Ergebnis der Überlegungen war dann nicht so ganz perfekt: Er lud in Briefen andere ein, ihm Angebote zu unterbreiten. Als Telefon-Nummer gab er eine 0190-Nummer an. Solche Versuche verstoßen - selbstverständlich - gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Hier können Sie den Fall mit unseren Leitsätzen nachlesen. Az.: Oberlandesgericht Koblenz 4 W 472/02.
Anmerkung: Das Geschäft funktioniert trotz solcher Urteile, solange sich andere nicht wehren und die Einnahmen aus deren Anrufen die Kosten übersteigen.

6.   
Donnerstag, 26. Februar 2004

Das amerikanische Urteil gegen das Ehepaar Borer-Fielding.

Am Sonntag, 15. Februar, haben wir berichtet, dass in Dallas gegen das Ehepaar entschieden worden ist. Sie können nun beim Urteil noch die von uns verfassten Leitsätze nachlesen. Schon die Leitsätze zeigen, dass das Urteil einen instruktiven Einblick in die Zuständigkeitsvorstellungen des U.S.-Rechts vermittelt, - zumal nach dem Recht des Staates Texas die Gerichtsbarkeit so weit reicht, wie es die Due Process Clause der Bundesverfassung erlaubt.

7.   
Donnerstag, 26. Februar 2004

Psychologie.

Aus der neuen GLÜCKS REVUE:
„Treffen sich zwei Psychologen. Fragt der eine: 'Weißt du, wie viel Uhr es ist?' Antwortet der andere: 'Nein, aber finde ich gut, dass wir mal darüber gesprochen haben!' Die beiden treffen sich eine Woche später wieder. 'Kannst du mir heute sagen, wie spät es ist?' - 'Nein. Aber ich kann jetzt schon viel besser damit umgehen!'”

8.   
Mittwoch, 25. Februar 2004

Wie laut dürfen Hunde bellen?

So betitelt die heute neu erschienene Ausgabe - 10/2004 - der FREIZEIT REVUE das Rechtsthema der Woche. Weitere Informationen zu diesem Thema und zu weiteren häufigen Nachbarschaftsstreitigkeiten finden Sie in dem von uns rechtlich betreuten FREIZEIT REVUE Ratgeber Recht.

9.   
Dienstag, 24. Februar 2004

max und max.de gewinnen gegen max-magazin.de

Das Lifestyle-Magazin „max” erscheint seit 1991 (bundesweit) im Max Verlag. Die Online-Version des Magazins ist seit 1996 unter der Domain „max.de” zu finden und wird heute von der TOMORROW FOCUS AG veröffentlicht. Für den Max Verlag ist seit 1997 die Wortmarke „http://www.max.de” eingetragen.
Seit April 2003 hat der Beklagte unter der Internetdomain „max-magazin.de” ein Online-Portal auch im Bereich des Lifestyle betrieben.
Geklagt haben der Max Verlag und TOMORROW FOCUS gemeinsam. Das Landgericht München I hat den beiden auf der ganzen Linie Recht gegeben: wegen Verwechslungsgefahr und auch wegen einer Behinderung im Sinne des § 1 UWG.
Hier können Sie das Urteil des Landgerichts München I und die von uns vorangestellten Leitsätze nachlesen. Az.: 1HK 0 20807/03.

10.   
Montag, 23. Februar 2004

Kein generelles Mitbestimmungsrecht der Betriebsräte bei Arbeiten in den Redaktionen an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen.

Ein Betriebsrat wollte durchsetzen, dass generell an den Wochenenden und an Feiertagen in einer Redaktion nur gearbeitet weden darf, wenn er zustimmt. Der Betriebrat zielte vor allem auf die Arbeit für eine jeden Donnerstag erscheinende Zeitschrift. Das Arbeitsgericht München hat in einem neuen, noch unbekannten Beschluss diesen Antrag samt und sonders zugunsten des Verlages abgewiesen.
Im Anschluss an die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts legt das Gericht in seinem Beschluss detailliert dar, dass der Betriebsrat nicht mitbestimmen darf, wenn aus Gründen der Aktualität gearbeitet wird. Der Beschluss macht auch klar, dass diese Redaktionsfreiheit nicht nur für Objekte gilt, die montags erscheinen.
Die Entscheidungsgründe zeichnen sich vor allem auch dadurch aus, dass das Gericht viel Verständnis für die Aktualität von Zeitschriften zeigt. Wörtlich:
„Sowohl die Zeitschrift als wöchentlich erscheinendes 'People-Magazin' als auch Sonderausgaben... leben eindeutig von ihrer Aktualität. Die Leser dieser Zeitschriften wollen aktuellst informiert sein über die neuesten Geschichten der gerade interessanten Prominenten.”
Diese beiden Sätze müssten eingerahmt in den Gewerbeaufsichtsämtern ausgehängt werden.
Sie können hier den Beschluss des Arbeitsgerichts München und unsere Leitsätze nachlesen.

11.   
Sonntag, 22. Februar 2004

Hinweise zum neuen Kündigungsschutzrecht.

In der Zeitschrift für Tarif-, Arbeits- und Sozialrecht des öffentlichen Dienstes, ZTR, hat Rechtsanwalt Berger-Delhey aus unserer Kanzlei mit Seneca das neue Kündigungsschutzrecht beschrieben:
„Wer nicht weiß, in welchen Hafen er will, für den ist kein Wind der richtige - Anmerkungen zum reformierten Kündigungsschutz”.
Wir haben Ihnen diese Abhandlung hier ins Netz gestellt.

12.   
Samstag, 21. Februar 2004

Die neue Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Aufnahme eines Lebensgefährten in die gemietete Wohnung. Ein Beispiel dafür, dass viele, wenn nicht gar die meisten Nichtjuristen auch zu Alltagsfragen ohne Pfadfinder im Gesetz den Weg nicht finden.

Der BGH wendet § 540 des Bürgerlichen Gesetzbuches an. Dieser Paragraph bestimmt, wie ihn das Urteil auslegt, dass ein Mieter seinen neuen Lebensgefährten nur aufnehmen darf, wenn der Vermieter es erlaubt. Nach diesem Gesetzeswortlaut darf der neue Lebensgefährte also grundsätzlich nicht in die gemietete Wohnung mit aufgenommen werden.
Also ganz klar keine Chance für das Paar, wenn sich der Vermieter nicht einverstanden erklärt? Aber: Die Juristen haben so ihre Konstruktionen. Weitab von § 540 tut sich in § 553 BGB der Ausweg auf. Dieser Paragraph bestimmt: „Entsteht für den Mieter nach Abschluss des Mietvertrags ein berechtigtes Interesse, einen Teil des Wohnraums einem Dritten zum Gebrauch zu überlassen, so kann er von dem Vermieter die Erlaubnis hierzu verlangen”. Hilft dieser § 553 aber wirklich?
Nichtjuristen, die in Tests auf § 553 und die Konstruktion hingewiesen wurden, nahmen an, § 553 finde keine Anwendung, weil der neue Partner nicht einen „Teil des Wohnraums” erhalten solle. Der BGH wendet § 553 in seinem neuen Urteil jedoch zugusten des neuen Paares an. An so etwas wie der Formulierung: „Teil des Wohnraums” stört sich der BGH nicht. Also: Der Mieter bedarf zwar der Erlaubnis des Vermieters. Aber in den meisten Fällen muss der Vermieter erlauben.
Az.: VIII ZR 371/02. Wir haben Ihnen dieses Urteil hier ins Netz gestellt.

13.   
Samstag, 21. Februar 2004

Fragen und Antworten rund um Ihr Recht im Garten

In der März-Ausgabe 2004 von „mein schöner Garten” geht es diesmal in der Rubrik "Ratgeber Recht" um Fragen zum Thema "Verbrennen und Kompostieren von Gartenabfällen". Zu diesem Thema und allen angebotenen Diensten können Sie sich in dem von uns rechtlich betreuten mein schöner Garten Ratgeber Recht informieren.

14.   
Freitag, 20. Februar 2004

Live Video-Chat.

Heute um 11:00 Uhr freundin Live Video-Chat zum Thema „Kündigung (Arbeitsrecht)”. Es referiert Rechtsanwalt Helmut A. Graf.

15.   
Freitag, 20. Februar 2004

Wer verbotswidrig parkt, haftet grundsätzlich in Höhe von 25 % mit, wenn ein Fahrzeug in das parkende Auto fährt.

Ein Lkw fuhr aus einem Betriebsgelände aus und stieß gegen einen gegenüber der Ausfahrt im Halteverbot parkenden Pkw. Das Amtsgericht Witten bejahte eine Mithaftung von 25 %. Az.: 3 C 375/02.
Das Gericht berücksichtigte einerseits, dass das parkende Fahrzeug gut zu sehen war und andererseits, „dass das Halteverbot, welches sich genau gegenüber der Ausfahrt zum Betriebsgelände befindet, offensichtlich dem Zweck dient,....eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer” zu verhindern.
Anmerkung: Das Gericht geht in seinem Urteil nicht auf die Frage ein, ob der Fahrer und Halter des verbotswidrig parkenden Pkw nicht sogar wegen Verschuldens mithaftet. Es hat die Mithaftung allein mit der Betriebsgefahr begründet. Schon im Hinblick auf ein Mitverschulden sind Fälle denkbar, in denen für das verbotswidrige Parken eine noch höhere Quote angesetzt wird. Andererseits gibt es auch Konstellationen, bei denen eine Mithaftung auszuschließen ist. Ein Beispiel führt das Amtsgericht in seinem Urteil an. Sie können dieses Urteil hier nachlesen.

16.   
Donnerstag, 19. Februar 2004

Die Markt- und Sozialforschungsinstitute haben wieder - wie schon seit mehr als 30 Jahren - gegen die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Recht bekommen.

Seit Ende der 60er Jahre müssen die privatrechtlich tätigen Institute mit der Verwaltungs-BG streiten. Wenn Sie sich orientieren möchten: Die meisten privatrechtlich tätigen Institute sind Mitglieder des Arbeitskreises Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute. Wenn Sie auf die Mitgliederliste klicken, werden Sie die Institute treffen, von denen Sie immer wieder hören.
Zunächst, also vor mehr als 30 Jahren, war zwischen der BG und den Instituten zu klären, dass für Interviewer keine Beiträge abzuführen sind. Auch später kam dieses Thema immer wieder einmal auf, vor allem zur Zeit der neuen, jedoch später aufgehobenen gesetzlichen Regelungen zur Scheinselbständigkeit. Es blieb stets dabei, dass für Interviewer grundsätzlich keine Beiträge abzuführen sind.
Seit 1985 bis heute müssen die Institute immer wieder um die Eingruppierung streiten. Nur gelegentlich zwischendurch hat die BG gleich richtig eingestuft. Die falschen Einstufungen haben die Institute stets stark belastet. Die BG musste jedoch schließlich über die Jahre hinweg ausnahmslos korrigieren. Die Gerichtsverfahren dauerten durchschnittlich vier Jahre.
Soeben wurde für die neuesten Verfahren erreicht, dass sich die Verwaltungsberufsgenossenschaft vor Gericht bereit erklärt hat, die Institute für die Jahre 1998 bis 2000 rückwirkend dorthin einzustufen, wo die Institute hingehören; nämlich:
In die Gefahrtarifstelle 17 (Institute für Wissenschaft und Forschung) mit der damaligen Gefahrklasse 0,53.
Die ganze Geschichte der notwendigen Auseinandersetzungen können Sie hier nachlesen.

17.   
Mittwoch, 18. Februar 2004

Titel der TV-Sendung „netNite” gegen die Marke „netnight”: Prozess geplatzt.

Die erste Instanz hatte noch umfassend zugunsten des Titels „netNite” geurteilt: Unterlassung, Löschung, Auskunft, Ersatz sämtlicher Vermögensnachteile.
Die TV-Sendung „netNite” war das erste Online-Magazin im deutschen Fernsehen. Es wurde mit 19 Folgen für das ZDF produziert. Es soll geplant sein, das Projekt fortzusetzen. - Für Hubert Burda Media ist im Jahre 2000 beim Deutschen Patent- und Markenamt die Wort-/Bildmarke „netnight” eingetragen worden.
In der Berufungsinstanz hat die Klägerin notgedrungen ihre Klage insgesamt zurückgenommen. Der - immer wieder übersehene - Grund: Mit einem Titel kann gegen eine Marke nur erfolgreich vorgegangen werden, wenn der Titel ausnahmsweise auch über eine Herkunftsfunktion verfügt. Eine Herkunftsfunktion konnte verständlicherweise für den Titel der TV-Sendung nicht nachgewiesen werden. Folglich blieb der Klägerin eben praktisch nichts anderes übrig, als die Klage zurückzunehmen.
Wir stellen Ihnen hier das Protokoll der Sitzung zur Verfügung. Es formuliert klar, was jeder Titel- und Markenrechtler stets mitzubedenken hat.

18.   
Dienstag, 17. Februar 2004

Wer übersehen hat, dass er schriftlich hätte kündigen müssen, ist nicht stets verloren: Treu und Glauben können helfen.

Der Kunde eines Fitness-Studios hatte keine Beiträge gezahlt und das Studio nicht genutzt, aber auch nicht nachweisbar gekündigt. Nach dem unterschriebenen Vertrag lief der Vertrag über die Grundlaufzeit hinaus, solange er nicht schriftlich gekündigt wird.
Das Amtsgericht Schopfheim entschied, dass es Treu und Glauben widerspricht, wenn sich das Studio auf die Schriftform-Klausel beruft, obwohl „der Vertrag tatsächlich zu keinem Zeitpunkt 'gelebt' wurde”.
Az.: 2 C 242/02. Wir haben Ihnen das Urteil hier ins Netz gestellt.
Anmerkung: Es sind durchaus auch Fälle denkbar, bei denen gegen Treu und Glauben verstoßen wird, wenn der Vertrag zunächst „gelebt” worden ist. Der Grundgedanke des Urteils passt genauso für andere Vertragsarten, also nicht nur auf Verträge mit Fitness-Studios. Als allgemeiner Leitsatz lässt sich nach diesem Urteil formulieren: „Ergibt sich für einen Vertragspartner aus den Umständen, dass der andere Vertragspartner das Vertragsverhältnis nicht fortsetzen möchte und offenbar nur übersieht, dass er schriftlich kündigen muss, dann ist von einer rechtswirksamen Kündigung auszugehen.” Selbstverständlich kommt es jedoch stets auf die Umstände des Einzelfalles an.

19.   
Montag, 16. Februar 2004

Streitfrage: Heimliche Vaterschaftstests. LG München I: Zulässig.

Nach einem Urteil des LG München I handelt ein forensisch-genetisches Labor nicht wettbewerbswidrig, wenn es ohne Zustimmung der Mutter und des Kindes ein Abstammungsgutachten erstellt, und wenn es für diese Tätigkeit wirbt.
Das LG München I nimmt sogar an, dass es ein Grundrecht des tatsächlichen oder rechtlichen Vaters gibt zu erfahren, ob ein Kind von ihm stammt.
Az. 17 HK 0 344/03.

20.   
Montag, 16. Februar 2004

Höfliches Gericht.

Schlussabsatz eines soeben bei uns eingegangenen Gerichtsbeschlusses:
„Diese Entscheidung ergeht leider mit erheblicher Verzögerung. Aber der unterzeichnende Richter ist mit Arbeit überlastet. Er hat deshalb diese Angelegenheit gegenüber ihm gewichtiger erscheinenden anderen Sachen zurückgestellt.”

21.   
Sonntag, 15. Februar 2004

Das Glamour-Paar Borer-Fielding verliert in seinem gegen Burda- und Bertelsmanngesellschaften angestrengten U.S.A.-Prozess.

Der FOCUS berichtet in seiner morgen erscheinenden Ausgabe.
Das Paar hatte sich schon von Ringier mit einem Betrag in Euro-Millionenhöhe entschädigen lassen. Die anderen von Borer-Fielding angegangenen Verlage und die Sender verweigerten Geldentschädigungen. Teilweise wurden umgekehrt Verfügungen gegen Frau Fielding und Herrn Borer erlassen. Das Ehepaar behauptet, es sei systematisch in seiner Privat- und Intimsphäre verletzt worden. Von Anfang an drohte Borer-Fielding mit einer Klage in den U.S.A. Dort werden bekanntlich unter bestimmten Umständen erheblich höhere Beträge zugeprochen als in Deutschland.
Obwohl Frau Fielding U.S.-Bürgerin ist und auch Herr Borer versuchte, eine möglichst enge Verbindung zu Texas zu demonstrieren, erklärte sich das Gericht in Dallas für international unzuständig und wies die Klage ab. Angekündigt hatte Thomas Borer, er werde einen zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag einklagen. Im Gerichtsverfahren selbst hat er den Betrag noch nicht beziffert, wenn man von einer Äußering im Mediationsverfahren absieht.
Das Urteil kann für alle deutschen Verlage und darüber hinaus für andere Betroffene als Anleitung dienen. Sämtliche wichtigen Anknüpfungen für eine internationale Zuständigkeit werden abgehandelt. Maßgeblich ist für das Gericht letztlich, dass der behauptete Schaden im wesentlichen nicht in den U.S.A. entstanden ist. Das Urteil kann mit einem Rechtsmittel angegriffen werden.
Hier können Sie das vollständige Urteil nachlesen. Leitsätze werden wir noch formulieren.

22.   
Samstag, 14. Februar 2004

Marke FOCUS auch für pharmazeutische Erzeugnisse und Erzeugnisse für die Gesundheitspflege erfolgreich.

Ein weiterer Versuch, die Marke FOCUS einzuengen, ist fehlgeschlagen. Die Novartis AG ist mit einem Löschungsantrag gescheitert. Sie wollte durchsetzen, dass die Marke FOCUS für die Waren pharmazeutische Erzeugnisse sowie Erzeugnisse für die Gesundheitspflege gelöscht wird.
Das Deutsche Patent- und Markenamt hat den Löschungsantrag jedoch in einem uns nun zugestellten Beschluss zurückgewiesen:
Die Marke FOCUS ist auch für Waren dieser Art unterscheidungskräftig. Es besteht kein Freihaltebedürfnis. Die von uns formulierten Leitsätze und den vollständigen Beschluss finden Sie hier. Az.: S 46/03 Lösch 394 07 564.1/16.

23.   
Freitag, 13. Februar 2004

Die Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs zur Frage der Rechtswirksamkeit von Eheverträgen.

Hier können Sie nun die Pressemitteilung zum Urteil des BGH vom 11. Februar einsehen. Az. des Urteils: XII ZR 265/02.
Die Beurteilung der Rechtswirksamkeit von Eheverträgen ist jetzt erst recht eine Wissenschaft für sich. Und: Auch Juristen wird es oft, voraussichtlich sogar in der Regel nicht möglich sein, für den Einzelfall klar vorherzusagen, wie später einmal ein Gericht entscheiden wird.
Der BGH betont, dass einer Wirksamkeitskontrolle eine Ausübungskontrolle folgen muss. Wenn ein Vertrag nach den neuen Kriterien im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses überhaupt rechtswirksam abgeschlossen worden ist, dann muss noch nach weiteren neuen Kriterien überprüft werden, ob die Wahrnehmung der Rechte aus dem (rechtswirksamen) Ehevertrag nunmehr bei Ausübung der Rechte aus dem Ehevertrag nach den tatsächlichen Verhältnissen mißbräuchlich erscheint.
Die einzelnen Kriterien ergeben sich aus Treu und Glauben; das heißt aus den Wertvorstellungen der Allgemeinheit und der beteiligten Verkehrskreise. Der einzelne Richter kann jedoch gar nicht wissen, wie sich die Wertvorstellungen verteilen. Der eine denkt so, der andere anders. Schon deshalb wird der für den einzelnen Fall zuständige Richter im Rahmen der Vorgaben aus der Rechtsprechung nach seinen eigenen Vorstellungen urteilen. Welche Vorstellungen der einzelne Richter haben wird, kann jedoch meist niemand auf dieser Welt vorhersagen.
Also wird ständig prozessiert werden, weil sich die Parteien wegen dieser Unsicherheiten nicht einigen können. Den Gerichten und den Anwälten wird die Arbeit nicht ausgehen.
Nach einem „Witz” antwortet eine geschiedene Ehefrau: Bekommen haben: ich den Hund, jeder seine Kleidung, das Vermögen der Anwalt. Oder so ähnlich.

24.   
Donnerstag, 12. Februar 2004

Live Video-Chat.

Heute um 18:00 Uhr Mein schöner Garten Live Video-Chat zum Thema „Brauchen Gartenhäuser eine Genehmigung? / Dürfen Nachbarskinder unerlaubt den Garten betreten?”. Es referieren Rechtsanwalt Stefan Kining und Rechtsanwalt Helmut A. Graf.

25.   
Donnerstag, 12. Februar 2004

In das Medienrecht kommt Bewegung: Der Wert der Aufmerksamkeit und insgesamt die Wirklichkeit zwingen, die Rechtsprechung zum Äußerungsrecht dogmatisch von Grund auf zu ändern.

Im neuen Heft der „Neue Juristische Wochenschrift” wird in einer Abhandlung dargelegt, dass das private Medienrecht an die veränderte Medienwirklichkeit angepasst werden muss: „Die Rechtsprechung in Deutschland versucht nicht, sich an Veränderungen der Medienöffentlichkeit durch eine dogmatische Neustrukturierung, sondern eher durch eine weitere Ausdifferenzierung ihrer bisherigen Grenzziehungen anzupassen”, - so der Autor, Prof. Ladeur.
Diese Abhandlung geht von den Auseinandersetzungen um Bohlens Buch „Hinter den Kulissen” aus.
Auf die Rechtsprechung zu Prinzessin Caroline von Hannover geht Ladeur nur am Rande ein. Bohlen und die neuen Formate haben, meinen wir, nur das Fass zum Überlaufen gebracht. Zu Prinzessin Caroline musste und konnte schon genauso argumentiert werden, wie jetzt Ladeur die Sach- und Rechtslage darstellt.
Sie können diese Argumentation zu Caroline von Monaco hier nachlesen. Es handelt sich um den Schriftsatz, den die Hubert Burda Media zu dem beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte noch anhängigen Verfahren eingereicht hat. Unter Ziff. III wird in diesem Schriftsatz dargelegt, dass und warum Monaco auf die Medienöffentlichkeit angewiesen ist. Zu den vorangehenden deutschen Verfahren wurde bereits genauso vorgetragen. Das Bundesverfassungsgericht und der Bundesgerichtshof haben diese Caroline-Fälle noch mit einer Ausdifferenzierung ihrer bisherigen Rechtsprechung entschieden. Mit der von Ladeur vertretenen dogmatischen Neustrukturierung müssen diese Fälle im Prinzip erst recht zugunsten der Presse entschieden werden.
Demnächst werden wir an dieser Stelle den Fall „Olli Kahns Verena K. ist jetzt auf Sendung” schildern. Er bildet ein Musterbeispiel dafür, dass und warum die Rechtsprechung dogmatisch neu strukturiert werden muss. Ladeur hat diesen Fall noch nicht berücksichtigt.

26.   
Mittwoch, 11. Februar 2004

Ärger mit der Bank? Wie Sie sich wehren.

So betitelt die heute neu erschienene Ausgabe - 8/2004 - der FREIZEIT REVUE das Rechtsthema der Woche. Weitere Informationen zum Thema finden Sie in dem von uns rechtlich betreuten FREIZEIT REVUE Ratgeber Recht.

27.   
Mittwoch, 11. Februar 2004

Uschi Glas darf noch hoffen. Nebenerscheinung: Der Bundesgerichtshof kommuniziert schlecht.

Der Bundesgerichtshof hat zwar heute um 9 Uhr sein Urteil zur Rechtswirksamkeit notariell beurkundeter Eheverträge verkündet. Bis jetzt (14.05, aktualisiert zuletzt 20.35 Uhr) hat der BGH jedoch noch nicht einmal eine Pressemitteilung im Internet bekanntgegeben. Im Internet wird nur und immer noch darüber informiert, dass der Termin zur Verkündung einer Entscheidung vom 28. Januar auf heute 9.00 Uhr verlegt worden ist.
Der BGH stellt in seinem Urteil von heute darauf ab, ob die Vereinbarung offenkundig einseitig ist. Im Verzicht auf nachehelichen Unterhalt oder Zugewinnausgleich sieht der BGH jedoch grundsätzlich noch keine offenkundige Einseitigkeit.
Uschi Glas beklagt bekanntlich in ihrem in BUNTE und SUPERillu teilweise vorveröffentlichten Buch, dass ihr ein einseitiger Ehevertrag aufgezwungen worden ist. Nach allem, was man bis jetzt weiss, wird es für Uschi Glas auf Einzelheiten des Vertrages und des Urteils ankommen.

28.   
Dienstag, 10. Februar 2004

Live Video-Chat.

Heute um 18:00 Uhr SUPERillu Live Video-Chat zum Thema „Mini-Jobs im Haushalt und das Problem Schwarzarbeit”. Es referiert Rechtsanwalt Helmut A. Graf.

29.   
Dienstag, 10. Februar 2004

Überraschung zur Zeitungsnutzung Jugendlicher.

Eine neue Studie hat zwar einerseits erwartungsgemäß bestätigt, dass die Zeitungsnutzung Jugendlicher abhängig ist von Variablen wie Verfügbarkeit der Zeitung im Elternhaus und davon, ob die meisten Freunde und Freundinnen ebenfalls Zeitung lesen.
Überraschenderweise haben sich jedoch andererseits keine Zusammenhänge mit der formalen Bildung, der rationalen Einstellung zur Zeitung und der Fähigkeit, sich auszudrücken, nachweisen lassen.
Den Studienbericht finden Sie in dem soeben erschienen neuen Heft 1/2004 der „Zeitschrift für Medienpsychologie”.

30.   
Dienstag, 10. Februar 2004

Heute in „Menschen bei Maischberger” kurze Gegendarstellung.

In der Sendung vom 13. Januar hat der Schauspieler Heinz Hoenig heftig Paul Sahner als Autor eines BUNTE-Artikels angegriffen und herabgesetzt. Paul Sahner war jedoch gar nicht der Autor. Problematisch waren diese Angriffe unter anderem auch deshalb, weil Öl ins Feuer gegossen wurde, obwohl die Interviewerin vor der Sendung informiert worden war und die Namen der Autoren im Artikel ausgewiesen werden. Die Sendung beginnt heute um 23 Uhr.

31.   
Montag, 9. Februar 2004

Hinweis auf „überholte” Urteilsveröffentlichungen betreffend TV-Total und Moderator Raab zu Geldentschädigung für Lisa Loch.

Gegenwärtig wird in den Fachzeitschriften umfangreich das Urteil des Landgerichts Essen, Az.: 4 0 205/02, veröffentlicht, nach dem Moderator Raab, TV-Total und zwei Produktionsfirmen als Gesamtschuldner 22.000 Euro immateriellen Schaden ersetzen müssen. So zum Beispiel im neuen Heft 1/2004 des Rechtsprechungsdienstes ZUM-RD (mit einem Hinweis darauf, dass dieses Urteil des LG Essen noch nicht rechtskräftig ist.
Mittlerweile, am 4.Februar, hat bereits das OLG Hamm in zweiter Instanz entschieden. Az.: 3 U 168/03. Das OLG Hamm hat den zu ersetzenden Schaden auf 70.000 € erhöht. Ein vollständige Urteilsbegründung ist noch nicht bekannt, wohl aber eine Presseerklärung des Gerichts, die Sie hier nachlesen können.

32.   
Montag, 9. Februar 2004

„Auf Schöffen verzichten”. Wie sich Bayerns Justizministerin die Aufgaben der Laienrichter vorstellt.

Mit der Entscheidung, das Bayerische Oberste Landesgericht abzuschaffen, hat die seit September 2003 amtierende bayerische Justizministerin ihr Amt begonnen; - wenn auch auf Geheiß des Ministerpräsidenten. Viele, wenn nicht alle Experten halten diese Entscheidung für einen juristischen Schildbürgerstreich.
Nun meint die Justizministerin in einem heute im FOCUS veröffentlichten Interview, dass „wir überlegen müssen, ob es künftig noch sinnvoll ist, den Richtern in Strafverfahren grundsätzlich Laienrichter an die Seite zu stellen”.
Die Ministerin spricht an keiner Stelle des Interviews an, dass zwischen Sachverhalt einerseits sowie Auslegung des Gesetzes und rechtlicher Würdigung des Sachverhalts andererseits unterschieden werden muss. Ohne diese Unterscheidung lässt sich jedoch überhaupt nicht sachgerecht beurteilen, inwieweit Laienrichter der Rechtsprechung dienlich sein können.

33.   
Sonntag, 8. Februar 2004

Oberlandesgerichtliches Urteil als Muster für die Einwilligung in eine Veröffentlichung.

Redaktionen und Verlagsjuristen stehen immer wieder vor dem Problem, dass Personen nach einer Veröffentlichung geltend machen, der Bericht sei zwar wahr, sie hätten sich jedoch nie mit einer Publikation einverstanden erklärt, - auch nicht stillschweigend.
Gestritten wird in diesen Fällen dann darum, ob die Medien Persönlichkeitsrechte verletzt haben. Geltend gemacht werden außergerichtlich und gerichtlich vor allem Unterlassungs- und Geldentschädigungsansprüche. Presse-ethisch wird der Deutsche Presserat mit dem Ziel angerufen, dass der Verlag gerügt wird.
Die Gründe für solche Auseinandersetzungen sind vielfältig.
Ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart kann in einem Standardfall helfen. Der Kläger wollte wegen eines von ihm behaupteten immateriellen Schadens Geld. Der Verlag wandte ein, der Kläger habe sogar die Veröffentlichung gewünscht.
Das OLG Stuttgart hat sich verhältnismäßig weitreichend mit der Problematik befasst und hat unter anderem auch auf die entsprechende Anwendung der im Urheberrecht entwickelten Zweckübertragungslehre hingewiesen.
Az.: 21 U 3904/01. Hier können Sie das Urteil des Oberlandesgerichts München einsehen. Leitsätze haben wir vorangestellt.

34.   
Samstag, 7. Februar 2004

Räum- und streupflichtige Eigentümer können Glück haben: Wer ab 8.00 Uhr räumen und streuen muss, haftet nicht, wenn ein Fußgänger um 8.02 Uhr verunglückt. Bestimmtheitsgrundsatz.

Wenn es schon vor 8 Uhr schneit, die Räum- und Streupflicht nach der städtischen Satzung um 8 Uhr beginnt und ein Fußgänger um 8.02 Uhr verunglückt, dann haftet der nach der Satzung Verpflichtete nicht. So hat das Oberlandesgericht Schleswig entschieden. Az.: 11 U 174/2001.
Die Begründung: Satzungen zur Räum- und Streupflicht müssen bestimmt sein und nach diesem Grundsatz streng ausgelegt werden. Deshalb muss erst um 8 Uhr begonnen werden. Es besteht keine Pflicht, an einer bestimmten Stelle zu beginnen. Um 8.02 Uhr konnte im entschiedenen Fall der Gehweg noch nicht in voller Länge geräumt und gestreut sein; und folglich war der Fußgänger zu dieser Zeit durch die Satzung noch nicht geschützt.
Weitere Einzelheiten können Sie hier in dem Urteil des OLG Schleswig nachlesen.

35.   
Samstag, 7. Februar 2004

Info Gartenrecht: Was man bei der Gartengestaltung beachten muss

So betitelt die Ausgabe März 2004 von „GARTENSPASS - Das junge Praxis-Magazin von mein schöner Garten” das Rechtsthema. Weitere Serviceangebote finden Sie in dem von unserer Kanzlei rechtlich betreuten GARTENSPASS Ratgeber Recht. Dort können Leser zu Fixpreisen nach Urteilen suchen lassen oder eine Rechtsberatung beanspruchen.

36.   
Freitag, 6. Februar 2004

Ein Grundstückseigentümer hat auch dann nicht den Schneewall am Gehwegrand zu beseitigen, wenn sein Mieter zur gegenüberliegenden Garage die Straße überqueren muss.

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts München ist der Grundstückseigentümer nur verpflichtet, den Gehweg zu räumen und zu streuen, nicht aber auch, eine ausreichend breite Furt zur gegenüberliegenden Garage offenzuhalten. Az. 8 U 3477/01.
Das OLG erklärt, es würde für eine Garageneinfahrt und Straßenmündungen anders entscheiden.
Wir haben Ihnen hier diese Entscheidung auszugsweise ins Netz gestellt.

37.   
Donnerstag, 5. Februar 2004

Ein Novum von presse-historischer Bedeutung: Der Präsident des Bundesgerichtshofs beschwert sich beim Deutschen Presserat über negative Artikel zur Rechtsprechung des BGH, - mit einer obskuren Nebenerscheinung.

Seit dem 31. Januar berichten Zeitungen über eine beim Presserat eingereichte Beschwerde des BGH-Präsidenten, Prof. Dr. Hirsch. Noch nicht aufgefallen ist zu diesen Berichten:
Eingegangen ist diese Beschwerde beim Presserat überhaupt erst am Dienstag, 3. Februar. Wie es sich erklärt und rechtfertigt, dass das Schreiben vom 30. Januar (Freitag) längst öffentlich bekannt war, ehe es dem Presserat zuging, ist bislang unbekannt.
Der Präsident des Bundesgerichtshofs argumentiert in seiner Beschwerde, die BILD-Zeitung habe Urteile des BGH fachunkundig verfälscht wiedergegeben und die beteiligten BGH-Richter in einer Kampagne desavouiert mit Angriffen wie „Saustall Justiz! Richter ließen Serienvergewaltiger laufen, obwohl die Polizei warnte” und „Schämen Sie sich, Herr Richter!”.
Siehe zur Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch in dieser Rubrik die Meldung von gestern: „Die Gerechtigkeit verliert weiter”.

38.   
Donnerstag, 5. Februar 2004

Jetzt auch Promotionskosten grundsätzlich als Werbungskosten absetzbar.

Hier können Sie das neue Urteil des Bundesfinanzhofs einsehen. Az.: VI R 96/01.
Auf den ersten Blick ist diese Entscheidung sensationell. Die Experten haben sie jedoch vorhergesehen. Sie ist nämlich eine Konsequenz der neueren Rechtsprechung des BFH zur Anerkennung von Bildungskosten als Erwerbsaufwendungen.

39.   
Mittwoch, 4. Februar 2004

Die Gerechtigkeit verliert weiter, - nun auch beim Bundesgerichtshof zusätzlich durch das neue Zivilprozeßrecht.

An dieser Stelle haben wir schon öfters beschrieben, warum aufgrund des Dezisionismus Gerichte immer häufiger so entscheiden, dass sehr viele Nicht-Juristen, aber auch Juristen die Entscheidungen als ungerecht empfinden. Siehe bitte auf dieser Homepage bei „Suche” unter „Dezisionismus” und „Gerechtigkeit”. Diese problematische Rechtsprechung wird jetzt durch eine weitere Fehlerquelle vermehrt; - durch die Anwendung des neuen Zivilprozessrechts durch den Bundesgerichtshof. Über zwei eklatante Beispiele berichtet heute ein beim BGH tätiger Rechtsanwalt (von Mettenheim) in der F.A.Z.:

- Zum gleichen Problem waren drei Verfahren beim BGH anhängig. Zum ersten Verfahren stellte der BGH fest, dass es sich um ein Problem von grundsätzlicher Bedeutung handele, und dass die Vorinstanz falsch entschieden habe. Dementsprechend hob er das vorinstanzliche Urteil auf. Im zweiten und dritten Verfahren meinte der BGH, er habe die Rechtslage ja im ersten Verfahren geklärt, deshalb seien die beiden weiteren Verfahren nicht mehr von grundsätzlicher Bedeutung und folglich könne der BGH die Revisionen zu diesen beiden Verfahren nicht zulassen. Der BGH hat somit selbst in Fällen dieser Art bewusst falsche Urteile rechtskräftig bestehen lassen. Az.: IV ZR 39/03.
- Zu einem anderen Rechtsstreit (mit anderen Rechtsproblemen) stellte der BGH fest, das vorinstanzliche Urteil sei gleich doppelt fehlerhaft: Der eine Fehler betreffe eine Grundsatzfrage, der andere Fehler sei nicht von grundsätzlicher Bedeutung. Also ganz einfach? Da das Urteil wegen eines Fehlers von grundsätzlicher Bedeutung und darüber hinaus auch noch wegen eines weiteren Fehlers falsch ist, muss das vorinstanzliche Urteil selbstverständlich aufgehoben werden? Weit gefehlt. Der BGH hat die Revision nicht zugelassen und das auch nach seiner Ansicht doppelt falsche Urteil rechtskräftig bestehen lassen. Die Logik des BGH: Weil das vorinstanzliche Urteil nicht nur wegen eines Fehlers von grundsätzlicher Bedeutung, sondern zusätzlich wegen eines weiteren Fehlers falsch sei, sei der Fehler zur Grundsatzfrage nicht entscheidungserheblich und deshalb lasse er das doppelt falsche Urteil rechtskräftig bestehen. Der BGH hätte dagegen das vorinstanzliche Urteil aufgehoben, wenn das Urteil nicht auch noch zusätzlich fehlerhaft gewesen. Az.: V ZB 72/02.

Früher schon haben wir zu Rechtsprechung dieser Art angemerkt: Zeitschriften und Zeitungen wie FOCUS, SPIEGEL und BILD könnten zwar mit klarer Sprache aufrütteln. Aus redaktionell-wirtschaftlichen Gründen sind ihre Möglichkeiten, diese Probleme aufzugreifen, jedoch beschränkt.

40.   
Mittwoch, 4. Februar 2004

Was in Eheverträgen geregelt werden kann.

So betitelt die heute neu erschienene Ausgabe - 7/2004 - der FREIZEIT REVUE das Rechtsthema der Woche. Weitere Informationen zum Thema finden Sie in dem von uns rechtlich betreuten FREIZEIT REVUE Ratgeber Recht.

41.   
Mittwoch, 4. Februar 2004

Charaktervoll.

Aus der ab heute am Kiosk ausliegenden Glücks Revue:
„Nach der Feier: 'Wirklich reizend diese Maiers. Sie haben fast eine Million Schulden und sind trotzdem einfach und bescheiden geblieben.'”

42.   
Dienstag, 3. Februar 2004

Live Video-Chat.

Heute um 18:00 Uhr SUPERillu Live Video-Chat zum Thema „Die Fallen bei Ebay - Mein Recht als Geschädigter (Käufer bzw. Verkäufer)”. Es referiert Rechtsanwalt Helmut A. Graf.

43.   
Dienstag, 3. Februar 2004

Kinder und Schokolade ein Markenrechtsproblem für die Medien: Hinweis auf das neue BGH-Urteil „Kinder” gegen „Kinder Kram”.

Die Medien verwenden bekanntlich häufig Marken und Titel mit beschreibenden Bestandteilen. Dementsprechend kann sich das neue BGH-Urteil „Kinder” gegen „Kinder Kram” - obwohl es sich nicht mit den Medien befasst - grundlegend und weitreichend auf die Medien auswirken. Der BGH vertritt nämlich in diesem Urteil die Ansicht, dass ein Zeichenbestandteil wie „Kinder” grundsätzlich eine Wort-/Bildmarke für Schokolade nicht prägt. Eine Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Marken verneint der BGH. Nach dem prägt die Bezeichnung erst und nur, wenn sich mit nahezu einhelliger Verkehrsbekanntheit durchgesetzt hat.
Geklagt hatte der Hersteller von Schokoladeprodukten, für den seit 1991 die - sicher vielen bekannte - farbige Wort-/Bildmarke „Kinder” geschützt ist. Für den Gegner, einen anderen Süßwarenhersteller, wurde 1998 die Marke „Kinder Kram” eingetragen. Geklagt wurde auf Unterlassung. Der BGH hob das Urteil des OLG Köln, das der Unterlassungsklage stattgegeben hatte, auf und verwies den Rechtsstreit zurück.
Az.: I ZR 257/00. Das Urteil ist gespickt mit vielen wichtigen Detailaussagen. Sie können es hier nachlesen.
Trotz der vielen Detailaussagen ist das juristisch Wichtigste unklar, nämlich: Wollte der BGH normativ korrigieren? Oder unterstellt er, nicht einmal ein (erheblicher) Teil fasse anders auf als die Richter des Senats? Solange diese Fragen offen sind, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen (auch wenn künftig das Urteil hundertfach bedenkenlos zitiert werden wird).

44.   
Dienstag, 3. Februar 2004

Ausbildung schadet.

Aus der neuen GlücksRevue:
„Mein Sohn sucht einen Job. Kannst du ihn in deiner Firma unterbringen?” - „Was hat er gelernt?” - „Nichts.” - „Gut. Dann brauchen wir ihn nicht umzuschulen.”

45.   
Montag, 2. Februar 2004

Versuch, FOCUS zu zwingen, gescheitert: FOCUS MONEY gewinnt beim Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt doppelt gegen proritätsältere Marken Focus.

Mehrfach haben wir bereits darüber berichtet, dass einige Unternehmen versuchen, ihre älteren Focus-Marken zu versilbern. Warum und wie?
Seitdem ab 1993 das Nachrichtenmagazin FOCUS erscheint, aber erst seit dieser Zeit, ist die Marke FOCUS auch im juristischen Sinne sehr bekannt. Von dieser Bekanntheit profitieren ältere Focus-Marken vielfältig. Einige Inhaber solcher älterer Marken möchten jedoch von dem hohen Bekanntheitsgrad zusätzlich profitieren. Sie wollen mit unterschiedlichen Methoden den Focus Magazin Verlag veranlassen, von ihnen diese älteren Marken zu erwerben; gegen hohe Preise versteht sich.
Der Verlag hat sich jedoch nie gebeugt. Er hätte sonst für seine eigenen Leistungen bezahlen müssen.
Um den Verlag dennoch zu einem Ankauf zu bewegen, sind diese Unternehmen schon dutzendfach gegen den Verlag vorgegangen. Sie haben angestrebt, mit ihren Marken, juristisch die FOCUS-Marken zu unterbinden. Vergeblich.
Hier und hier können Sie die beiden neuesten Entscheidungen nachlesen.

46.   
Montag, 2. Februar 2004

Berlusconis Sinn für Kunstwerke: Die Erklärung für Parmalat.

„Es handelt sich hier um ein Kunstwerk im Bereich der Betrügereien.”
Zitiert aus „FOKÜSSE”, heutige Ausgabe des FOCUS.

47.   
Sonntag, 1. Februar 2004

Einem Arbeitnehmer darf nach einem neuen Urteil des BAG stets gekündigt werden, wenn er seinen Arbeitgeber bestiehlt.

Gespannt muss die Arbeitswelt auf das vollständige Urteil des Bundesarbeitsgerichts zur Kündigung bei Diebstahl geringwertiger Sachen warten. Bekannt ist bereits, dass nach diesem neuen Urteil nicht nur unter Umständen, sondern stets die Verletzung des Eigentums oder Vermögens des Arbeitgebers als wichtiger Grund zur außerordentlichen Kündigung geeignet ist.
Unerheblich ist nach diesem neuen Urteil, ob gestohlene Ware schon abgeschrieben wurde und sogar, ob der Arbeitgeber grundsätzlich bereit ist, die Waren an die Betriebsangehörigen zu verschenken. In der Regel muss nicht zuvor abgemahnt worden sein.
Fraglich ist nur - so das BAG - , ob im Einzelfall fristlos oder lediglich zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist gekündigt werden darf.
Das Urteil trägt das Aktenzeichen: 2 AZR 36/03. Sobald das Urteil vollständig, also auch mit dem vollständigen Wortlaut der Begründung, zugänglich ist, werden wir an dieser Stelle weiter berichten.

48.   
Sonntag, 1. Februar 2004

Was Verona Feldbusch ausmacht:

Verona Feldbusch hat zur Darmkrebs-Früherkennung, für die sie sich verdienstvoll einsetzt, in ihrer eigenen Art klar gemacht:
„Darm ist doch was völlig Normales. Da ist doch auch die Wurst drin.”
Quelle: FOCUS, morgen erscheinende Ausgabe, Seite 132.

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