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SIE BEFINDEN SICH HIER:  Ratgeber Recht / Thema der Woche Sat 26. May 2018

Der Schuldeneintreiber meldet sich - was tun?

Mit nur einer Rechnung war Thea D. im Rückstand. Ihr blieb fast das Herz stehen, als sie nun eine Rechnung von einem Inkasso-Unternehmen bekam! Denn die Gebühren waren höher als der Betrag, den sie schuldet.

Muss sie sich darauf einlassen?

Wenn Thea mit der Begleichung der Rechnung in Verzug ist, dürfen auch weitere Kosten, wie Verzugszinsen oder etwa die Inkassogebühren als Verzugsschaden vom Gläubiger geltend gemacht werden. Gerade bei kleinen offenen Beträgen übersteigt der Verzugsschaden oft die Hauptforderung.

Wann darf das Inkasso-Unternehmen mit einem negativen Schufa-Eintrag drohen?

Zu einem negativen Schufa-Eintrag kommt es in der Regel bereits dann, wenn Thea D. der vertraglich festgelegten Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Voraussetzung: Zunächst muss Thea D. zwei Mahnungen erhalten, wobei zwischen der ersten Mahnung und dem Schufa-Eintrag mindestens vier Wochen liegen müssen. Wenn Thea D. weder der ursprünglichen Rechnung, noch den beiden Mahnungen widerspricht, dann kann es zu einem negativen Schufa-Eintrag kommen.

Gibt es eine Richtlinie oder Höchstgrenze für die Gebühren?

Die Inkasso-Gebühren dürfen nicht die Gebühren überschreiten, die für einen eingeschalteten Rechtsanwalt anfallen. Dies folgt aus der Schadensminderungspflicht.

Darf das Inkasso-Unternehmen einen Mahnbescheid beantragen?

Dies ist seit 01.07.2008 erlaubt. Die Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens im Mahnschreiben ist also keine leere Drohung.

Soll man alles schriftlich regeln?

Schon zu Beweiszecken, aber auch um einen negativen Schufa-Eintrag zu vermeiden, sollte man unbedingt stets Schreiben und nicht nur telefonieren. Wer unsicher ist, ob er im Recht ist, wendet sich am besten an den Verbraucherschutz oder einen Rechtsanwalt.

Wie verhalte ich mich bei Internetfallen?

Wer einen vermeintlich kostenlosen Dienst, wie Routenplaner oder Horoskop nutzen wollte und angeblich wegen eines Hinweises im Kleingedruckten einen kostenpflichtigen mehrjährigen Vertrag abgeschlossen haben soll, muss unbedingt schriftlich widersprechen und vorsorglich den Vertrag anfechten und kündigen. Stellen Sie klar, dass ein rechtswirksamer Vertrag bei dieser Art, einen Vertragsschluss herbeizuführen, nicht zustande kommt. Und verweisen Sie auf das einschlägige Urteil des Amtsgerichts Hamm vom 26.03.2008, Aktenzeichen 17 C 62/08. Bei Internet-Vertragsfallen gibt es keine stillschweigende Vergütungsvereinbarung.