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"Philosophie" der virtuellen Kanzlei

- Wollen die Anwälte nur ihren Klienten das Geld aus der Tasche ziehen? -


Keine Gewinne

Was strebt unsere Kanzlei mit dieser virtuellen Kanzlei an? Die meisten werden sofort unterstellen: "Die wollen eben mehr Geld verdienen!" Aber, wir erwarten nicht, dass wir mit der Erweiterung unserer Tätigkeiten um eine virtuelle Kanzlei in den nächsten Jahren Gewinne erwirtschaften werden. Wir müssen sogar befürchten, dass wir nicht einmal die Entwicklungskosten abtragen können.

Kein Mittel zur Auslastung

Der nächste Gedanke wird sein, die Kanzlei wolle dafür sorgen, sich auszulasten. So sehr aber auch überall vom Konkurrenzkampf der Rechtsanwälte unter sich und gegenüber anderen Berufsgruppen wie Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Unternehmensberatern auch die Rede ist, keine Wirtschaftskanzlei unserer Art und Größe wird für Auslastung sorgen müssen. Viele Wirtschaftskanzleien unserer Größe werden sogar aufgrund von langfristigen Verträgen schon im vorhinein auf Jahre hinaus voll ausgelastet sein.

Wir sehen die virtuelle Kanzlei anders: Ideologische und soziale Barrieren können eingerissen werden.

Schon in den rechtssoziologischen Studien der sechziger und siebziger Jahre wurden ideologische und soziale Verspätungen der Juristen angeprangert. Jedes Rechtssoziologie-Lehrbuch weist auf die Arbeiten von Kaupen, Görlitz, Weyrauch, Dahrendorf und die etwas abweichenden Forschungsergebnisse von Heldrich und Schmidtchen hin.

Wir meinen: Auf jeden Fall jetzt verspäten sich die Rechtsanwälte ideologisch und sozial, wenn sie sich nicht mit den neuen technischen Möglichkeiten entwickeln. Wir schätzen diese neuen technischen Möglichkeiten so ein, dass die Rechtsanwaltschaft als Organ der Rechtspflege und das Rechtswesen überhaupt zu einem Quantensprung ansetzen.

Es geht bei weitem nicht nur darum, dass sich Kommunikation und Information zwischen den Rechtsuchenden und den Organen der Rechtspflege völlig verändern werden. Es geht auch nicht nur darum, dass mit den neuen Mess-Möglichkeiten die Pluralitäten des Sachverhalts bis hin zu den unterschiedlichen Wertvorstellungen eine völlig neue Bedeutung gewinnen werden. Vgl. zur Bedeutung der Wirklichkeit und damit der Pluralität für das Recht unsere Bibliothek: "Rechtstheorie".

Mindestens genauso grundlegend wird sich für die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte soziologisch und sozial ihr Verhältnis zur Bevölkerung verändern, erwarten wir. Spätestens seit einer 1977 durchgeführten Untersuchungen des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft und einer von Wettmann/Jungjohann veröffentlichten Studie aus dem Jahre 1986 ist wissenschaftlich hinreichend bestätigt, was viele zuvor schon vermutet hatten:

Die Rechtsanwaltskanzlei das unbekannte Wesen, vor dem man sich hüten muss. Lieber zum Zahnarzt als zum Rechtsanwalt?

Die Bevölkerung nimmt überwiegend an, dass "Rechtsanwälte ihren Klienten nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen". Noch höher ist der Anteil derer, die annehmen, dass "man gar nicht weiß, welche Kosten auf einen zukommen, wenn man zum Rechtsanwalt geht". Auf einer Skala von 1 (stimme überhaupt nicht zu) bis 5 (stimme voll und ganz zu) ergibt sich ein schlechter Durchschnitt von 3,7 dafür, dass die Kosten unvorhersehbar sind. Die große Mehrheit geht zum Anwalt "nur, wenn ich einen Prozess führen muss"; die Noten von der "obersten" bis zur "untersten" sozialen Schicht auf diese Frage zum Kontakt mit dem Anwalt: 3,2 bis 4,1! Werte von 3,2 bis 3,7 ergaben sich für die Meinung, dass es "schwierig ist, den richtigen Anwalt zu finden, weil man nicht weiß, wo und wie man sich gut informieren kann".

Bei der Bevölkerung, die kein Abitur hat, antworten 34 Prozent, dass "ein Gang vors Gericht mindestens so unangenehm ist, wie ein Besuch beim Zahnarzt"! Bei der Bevölkerung mit Abitur sind es immerhin noch 13 Prozent, für die ein Gang vors Gericht mindestens so unangenehm ist, wie ein Besuch beim Zahnarzt.

Auch wenn der Gang zum Rechtsanwalt und zur Justiz nicht zur Unterhaltung und zum Vergnügen ausarten wird und darf, mit Hilfe virtueller Kanzleien können und müssen diese soziologischen und sozialen Barrieren eingerissen werden.

Berufsrechtliche Schwierigkeiten

Dass die Entwicklung hin zu virtuellen Kanzleien vielfach negativ beurteilt wird und verlangt umzudenken, versteht sich - wie bei allen Entwicklungen - nahezu von selbst. Negativ gegenargumentiert wird gerne mit Rechtsnormen, die in anderen Zeiten geschaffen worden sind. Das Gegenargumentieren setzte bereits zu neuen Diensten ein, bei denen noch nicht von der Arbeit einer virtuellen Kanzlei die Rede sein konnte. So ist in der jüngeren Zeit allerorten abgehandelt worden, wie problematisch oder rechtswidrig es ist, zur Hotline-Rechtsberatung im vorhinein unabhängig vom Gegenstandswert fixe Preise oder ein Honorar nach Zeit festzulegen. Andererseits stören sich Rechtsprechung und Schrifttum beispielsweise nicht daran, dass jemand zu einem erträglichen Streitwert klagt und dann aber mit einer horrenden negativen Feststellungsklage in die Knie gezwungen werden darf. Aufgrund des Wortlautes der Rechtsnormen sind diese Ungereimtheiten erklärbar. Aber macht es Sinn
- einerseits bei einer Klage mit einem Streitwert von 15.000,- DM eine negative Feststellungsklage ohne Zusatznutzen mit einem Streitwert von 530.000,- DM abrechnen zu lassen,
- andererseits aber einem realistischen Pauschalpreis von 25 Euro für eine Kurzauskunft Formvorschriften entgegenzuhalten?

In der Praxis gibt es krassere Beispiele. So kennen wir eine Klage mit einem Streitwert von 15 Mio. DM und einer negativen Feststellungsklage ohne Zusatznutzen mit einem Streitwert von 530 Mio. DM

Es muss möglich sein, den Bürgerinnen und Bürgern unkompliziert eine Auskunft zu einem sinnvollen, festen Preis anzubieten.

Keine "Unternehmer", aber auch keine Unterlasser

Ein von dem Berliner Kollegen Hagenkötter verfasster Aufsatz im Anwaltsblatt zu den "Realitäten und Möglichkeiten am Rechtsberatungsmarkt" schließt - ein Bonmot aufgreifend: "Anwälte müssen mehr Unternehmer werden - und nicht Unterlasser!". So weit wollen wir nicht ganz gehen. Wir verstehen uns - obwohl viele Anwälte schon hingebungsvoll das "Marketing im Unternehmen Anwaltskanzlei" preisen - nicht als "Unternehmer". Wir wollen nur nicht unterlassen, als Rechtsanwälte das unseres Erachtens Selbstverständliche zu tun, nämlich die neuen Möglichkeiten zu bieten.

24. Juni 2017, 14:16 Uhr
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