Morgen, Donnerstag 20.2.2020, beginnt in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht mit dem Schmotzige Donnerstag die eigentliche Fastnachtszeit. In vielen Fastnachtshochburgen werden Umzüge veranstaltet und Straßenfastnachten gefeiert, die Schüler „befreit" sowie die Amtsgeschäfte und der Rathausschlüssel vom Bürgermeister bis zum Fastnachtsdienstag symbolisch an die Narren übergeben. 

In den rheinischen Karnevalsgebieten wird dieser Tag bekanntlich meist als Weiberdonnerstag oder Weiberfastnacht gefeiert. An diesem Tag wird  vom Sitzungs- zum Straßenkarneval übergegangen.

Der Senior unserer Kanzlei schwärmt noch heute vom „höchsten Feiertag an Fastnacht”, dem SchmuDo wie überhaupt ständig von Offenburg. Am 27. Februar 2014 wurde er beim Bohneburger Narrenhock im Keller der Althistorischen Narrenzunft von Obernarr Gert Glattacker mit dem  Fasentskind 2014 geehrt. Begleiterin von den Blaujacken der Narrenzunft Burda war Christina Da CunhaBasten. Ein Höhepunkt ist jedes Jahr das Fasentgedicht.

Fasentgedicht 2014 – „Fassung Keller, Göhring” und vermutlich weitere Dichter wie Holger Eckstein, Egon Weimer, Werner Höck, Klaus Stoffel, Ewald Seger. 

Narri, Narro, im Narrekeller
Mit unserm Kind, da wird's gleich heller.
Der Krampe strahlt in beschtem Licht,
der isch für sich schun e Gedicht.
Der isch e echter Diamant
Berühmt im ganze Burda-Land.
Und weit darüber noch hinaus,
Er kennt sich halt verdammt gut aus
In viele Dinge allenthalbe,
Wo er tut kräftig mitgestalte.

Als Chef gleichnamiger Kanzlei
Hebt er sich ab vom Einheitsbrei.
Und das seit anno 76
nach wie vor höchscht geistreich-spritzig.
Ein Meister feiner Ironie
Vom Kopf bis zum Jurischteknie.

E bissei schwer fällt schon das Lob
Denn der Krampe isch e Schwob.
Jedoch - als Fan vom VFB,
da hilft kein Klage, Ach und Weh,
Isch er - ich sag's mit Recht und Fug
Zur Zeit weiß Gott gestraft genug.

TUSCH

Schwob hin, Schwob her
Mer kanns zusammefasse,
der Krampe isch halt Extraklasse.
Vom deutsche Marktforschungsverband
Wurd er vor Johre schon ernannt
Zum Ehremitglied mit Ehrepreis,
Lohn für seinen Forscherschweiß.

Im Presserat sitzt er seit Johre drin,
Wo er mit viel Verstand un Sinn
Stets versucht, danach zu trachte,
Dass Redakteure die Realität beachte.
Dass, wenn de Ernscht Auguscht tut mal brunse,
Die Herre dem sei Schniedelwutz net
verbal verhunze.

TUSCH

Seit 1987 - mer isch von de Socke,
Tat der Krampe im Burda Vorstand hocke.
Dort hat er gesorgt, dass die andere Gestalte
Sich stets an Recht und Ordnung halte.
Noch heut dirigiert dieser Herr der Mandate
Immerhin 15 Advokate.

Die versammelt er jeden Tag munter und frisch
In de Kanzlei in Münche am Mittagstisch.
Dort wird dann zunächst völlig ungeniert
Über Fußball in Stuttgart philosophiert.
Danach kommt - weil zu viel Kurzweil isch schlecht,
zum Zuge das bundesdeutsche Recht.

Bei diesem Anlass - S'isch nit übertriewe,
Isch manchem schon's Esse im Hals
stecke bliewe.

Denn Ironie vum Krampe macht durchaus perplex
Und stört empfindlich de Schluckreflex.

TUSCH

Besonders hart tun sei Auge steche
Wenn die Anwält über Urlaub spreche.
Dann wird der Krampe kurz und fix,
Denn von Urlaub hält er nix.
Er murmelt dann gern bedeutungschwer,
dass Urlaub Diebstahl am Arbeitgeber wär.
Doch getreu seinem Motto wird nie getobt,
denn nicht geschimpft, isch halb gelobt.

Seit Johre kämpft er, doch die Hoffnung schwindet,
dass Urlaub Eingang ins Strafgesetzbuch findet.
Folgerichtig und mit Bedacht, hätt der
Krampe auch nie Urlaub gemacht.

Für den wurd bei Burda die Regel erstellt,
dass am 31. März Urlaub ersatzlos verfällt.
Denn sonst wär Burda - bei sinne Dienstjahre -
wege Rückstellunge an die Wand gefahre.

Doch jetzt isch das Kind nit mehr zu stoppe,
es will russ, der Wonneproppe.
Ich zeig euch den Krampe rank und schlank - ohne Ränzle
Es isch de Professor Schweizer, es Jurisprudänzle.

Für unser Fasentkind spielt jetzt die Musik
das berühmte Lied
"Vom Opa bis zum junge Stecher, wer
Urlaub macht, isch e Verbrecher."

 

 

Andrea Schweizer

Andrea Schweizer

Rechtsanwältin
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